Diagnostische Punktionen
Es stehen unterschiedliche Verfahren zur Verfügung, mittels derer kindliche Zellen oder Flüssigkeit zur weiteren Untersuchung gewonnen werden können. Dies erfolgt meist über eine Punktion durch die mütterliche Bauchdecke unter Ultraschallkontrolle. Während die Ultraschalluntersuchung keine Risiken für Mutter oder Kind birgt, beinhalten die diagnostischen Punktionen ein geringes Eingriffsrisiko. Das Risiko für eine Fehl- oder Frühgeburt ist in der Hand des erfahrenen Untersuchers sehr niedrig und liegt je nach Art des Eingriffes und Zeitpunkt zwischen 0,1-0,2 %.
Zu den Untersuchungsmöglichkeiten zählen die Chorionzottenbiopsie (Gewebeentnahme aus dem Mutterkuchen), die Amniozentese (Entnahme von Fruchtwasser), die Chordozentese (Punktion der Nabelschnur/Entnahme von Nabelschnurblut).
Da alle invasiven Eingriffe mit einem Fehlgeburtsrisiko vergesellschaftet sind, wird das Für und Wider einer solchen Diagnostik in einem ärztlichen Aufklärungsgespräch ausführlich besprochen.
Verhalten nach Punktion
In seltenen Fällen kann es nach einer Punktion zu Komplikationen kommen. Hierzu zählen vorzeitige Wehen, vaginale Blutungen oder ein vorzeitiger Blasensprung. Meist treten die Komplikationen innerhalb der ersten Tage nach der Punktion auf, weshalb wir Ihnen raten, sich in den ersten Tagen körperlich zu schonen. Schweres Heben, körperliche Anstrengungen oder sportliche Betätigungen sollten sie am Tag der Punktion und in den ersten Tagen danach vermeiden. Eine Kontrolluntersuchung beim Frauenarzt sollte am Tag nach der Punktion erfolgen.
Im Falle von Problemen im Anschluss an eine invasive Diagnostik (Blutungen, Abgang von Flüssigkeit, schmerzhafte Wehen) sollten Sie sich unverzüglich bei einem Frauenarzt zur Kontrolle vorstellen. Unser Notdienst in der Klinik steht Ihnen in diesen Fällen jederzeit über die zentrale Notaufnahme zur Verfügung.